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"The Stranger Times"

Gelesen von Buchentdecker Dieter Ofenhitzer, Dettelbach

Was für ein Vergnügen, der neue Roman von C.K. McDonnell. In "The Stranger Times" erleben wir eine irrsinnig komische, schwarzhumorige und erfrischend unkorrekte Kreuzfahrt durch mehrere Universen, deren Nabel eine schräge Zeitungsredaktion gleichen Namens in einer ehemaligen Kirche in Manchester ist.

Da enthält eine Stellenanzeige den Hinweis "... Menschen, die Simon heißen, müssen sich nicht bewerben...", was später noch von Bedeutung sein wird, das Sofa mit einem "Sitzleder, zerknitterter als das Gesicht von Keith Richards" macht natürlich Furzgeräusche, es gibt witzige, wöchentliche Selbstmorde, schaurige Monster und im Chefbüro wird aus Versehen die "Balander-Blunderbuss-Flinte" abgefeuert. Dennoch sind die Plots, so irrwitzig sie auch sein mögen, präzise abgestimmt und sorgfältig in exakt 50 Kapiteln durchgetaktet. Selbst die unvermeidliche Danksagung ist ein feines Meisterstück, zusammengestellt von einer "hellseherischen Nachrufautorin der Stranger Times".

Mein ebenfalls unkorrektes Fazit: Wenn es den Brexit braucht, damit die Insel auch in Zukunft solche Autoren und Werke hervorbringt, ist das den Preis wert. 5 Blumen, na klar, und ich freue mich jetzt schon auf Band 2.

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Was, wenn die seltsamsten News die wirklich wahren wären. Roman
EAN: 9783847900900
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